Urheberrechtsfragen: Rahmenvertrag §52a und Stud.IP

Texte für die Lehre durften über Lernmanagementsysteme zur Verfügung gestellt werden. Die Bedingungen dafür sind in §52 a des Urheberrechts aufgeführt: Ein gewisser Umfang pro Text durfte nicht überschritten werden, der Personenkreis, dem der Text zugänglich gemacht wurde, musste zahlenmäßig beschränkt sein und es musste eine angemessene Vergütung erfolgen. Diese Vergütung erfolgte in Form einer pauschalen Abgabe an die Verwertungsgesellschaft (VG) Wort. Das ändert sich nun ab dem 01.01.2017. Ab diesem Stichtag soll statt einer pauschalen Vergütung eine Vergütung nach Einzelfall eingeführt werden. Die rechtlichen Grundlagen dafür sind in einem Rahmenvertrag festgehalten, der zwischen der VG Wort und den Ländern geschlossen wurde und dem die Hochschulen nun beitreten sollen.

In einem Pilotversuch an der Universität Osnabrück hat sich gezeigt, dass die Einzelfallmeldung einen unverhältnismäßig hohen Aufwand auf Seiten der Hochschule erzeugt. Zudem stellen Lehrende aus Unsicherheit signifikant weniger Material in das LMS ein. Stattdessen wird zu Kopierordner aus Papier zurückgegriffen oder Literturlisten verteil. Die Leidtragenden sind letztlich die Studierenden.

Diese Änderungen werden zahlreiche Fragen auf:

  • Soll die Hochschule dem Rahmenvertrag wirklich beitreten?
  • Ist die Einzelfallmeldung organistorisch überhaupt zu bewältigen?
  • Welche Alternativen gibt es?
  • Wie ist mit Dateien zu verfahren, die bis zum 31.12.2016 eingestellt wurden?
  • Wie identifiziert man Dateien, die unter den §52a fallen?
  • Wie geht man zukünftig mit Texten um?

Da sich die Ereignisse gerade überschlagen, trifft sich jeden Mittwoch um 11.00 Uhr eine Arbeitsgruppe interessierter Hochschulen in einer Videokonferenz um sich auszutauschen und gemeinsam über das weitere Vorgehen zu beraten. Aus dieser Runde sind jetzt bereits Werkzeuge entstanden, die beim Umgang mit der Problematik helfen. Auch werden Infomaterialien z.T. gemeinsam erarbeitet und geteilt. Dafür gibt eine Dateiablage und ein Forum auf dem Stud.IP-Anwendungsserver.


Wenn Sie Interesse an der Teilnahme an der Videokonferenz oder dem Zugang zu den Materialien haben, nehmen Sie bitte Kontakt zu Tobias Thelen oder Marco Bohnsack auf.

 

Stud.IP-Tagung 2016

Die Stud.IP-Tagung findet am 14./15. September in Göttingen statt. Alle Informationen finden Sie auf der Tagungsseite.

 

Neu: Modul- und Studiengangsverwaltung

Die Modul und Studiengangverwaltung (Stud.IP-MSV) erlaubt die Modellierung von Studiengängen die Verwlatung von Modulen und Modulbeschreibungen und die Erstellung von Modulhandbüchern direkt aus Stud.IP heraus. Die MSV ist ab Version 3.5 fester, optional aktivierbarer Bestandteil von Stud.IP. Für ältere Versionen ist sie als PlugIn erhältlich. Die Modul- und Studiengangsverwaltung ist komplex und nur bedingt selbsterklärend. Bei data-quest kann eine Einführung gebucht werden, weitere Infos unter 0551 38 198 51

 

Der PlugIn-Marktplatz

Seit einigen Jahren wird Stud.IP schlanker. Statt eine monolithische und schwer zu pflegende Software zu entwicklen, hat sich die CoreGroup dazu entschieden, neue Funktionalität, die nicht von allen Betriebern gleichermaßen benötigt wird, in PlugIns auszulagern. Betreiber sind gehalten, ihre Prozesse und Szenarien genau zu untersuchen und die benötigte Funktionalität aus der umgfangreichen Sammlung von über 160 PlugIns zusammen zu stellen. Das geht über den PlugIn-Marktplatz, quasi den App-Store für Stud.IP, sehr einfach und bequem. Sie erreichen den PlugIn-Mrktplatz aus Stud.IP heraus oder unter http://plugins.studip.de.

 

Aktueller Entwicklungsstand

Aktuell befindet sich Stud.IP 3.5 im Betatest an der Universität Göttingen. Mit der Veröffentlichung des Releases ist November 2016 zu rechnen. Gleichzeitig laufen bereits die Arbeiten an der Folgeversion, Release im April 2017. Darin enthalten sein wird der neue Dateibereich.

 

Release April 2016: Stud.IP 3.4

Im April 2016 ist Stud.IP 3.4 erschienen. Dieses Release bringt folgende, neue Funktionen mit:

  • Terminanfrage und Abstimmung im Gruppenterminkalender    
  • Umstellung auf InnoDB    
  • Redesign der Raum-/Zeitseite    
  • Komplette Neugestaltung von Umfragen und Tests    
  • Erweiterung des Ablaufplans um Termine    
  • Blubber umgestelt auf responsives Design    
  • Performanceverbesserungen    
  • Konsistenzanpassungen in Raum- und Rollenverwaltung    
  • Neue Personenseite in Studiengruppen